Besuch
bei Carlson von der Villa Kunterbunt
Am 21. Juni 2003 fuhren wir in den etwa 30
min entfernt liegenden Ort Ensdorf zur Familie Schnubel.
Frau Schnubel
hatte sich letztes Jahr für einen Wäller als neuen Hausgenossen
entschieden. Sie wollte wieder einen Hund, hat dann im Netz gestöbert und
ist dabei auch auf die Seiten des Wäller-Clubs gestoßen. Dort hat
sie dann erfreut festgestellt, dass eine Bekannte doch tatsächlich einen
Wurf hat. Und das war für sie ein Wink des Schicksals. Seitdem ist sie nun
glückliche Wäller-Besitzerin.
Beim Klingeln an der
Haustür hörten wir eigentlich zuerst mal keinen Hund, was mich doch
etwas verwunderte, aber ich wußte ja nciht, wie das Haus innen aussah.
Konnte ja sein, dass es mehrere Wohnungen gab und der Hund einfach nicht zur
Tür konnte. Als sich diese dann öffnete, begrüßte uns Frau
Schnubel und plötzlich stand auch Carlson da, beschnupperte uns
interessiert, lies sich streicheln und lief dann die Treppe hoch. Wir folgten
ihm.
Als wir im Wohnzimmer standen, war er dann doch etwas aufgeregt.
Fremde Leute in seiner Wohnung! Und nun fing er doch an zu bellen - hätte
mich anders doch auch gewundert. ;-) Als er aber sah, dass sich Frauchen
über den Besuch freute und wir uns alls auf's Sofa setzten, brachte er uns
auch Spielsachen, lies sie sich von mir - einer für ihn total fremden! -
aus der Schnauze nehmen. Ich hielt ihm das Spielzeug hin und er nahm es sich
ganz vorsichtig wieder, ich hatte fast den Eindruck, er versuche, das Spielzeug
nur mit den Lippen zu berühren, um mir nicht weh zu tun.
Bei
Schnubels war heute auch Kinderbesuch angesagt, und so konnten wir beobachten,
wie vorsichtig Carlson - von allen liebevoll Carli genannt - auch mit den
Kindern umging. Wenn es ihm zu viel wurde, strampelte er etwas mit den Pfoten
und drehte sich um, um sich den Kindern zu entziehen. Immer war sein Blick fast
überall gleichzeitig, mußte er doch auf seine "Schäfchen"
aufpassen und durfte keines verlieren.
Dann war Spazieren gehen
angesagt! Jutta Schnubel zog sich "Hundekleider" an. Während sie nicht im
Wohnzimmer war - Carli hatte es nicht bemerkt, da er mit den Kindern spielte -
kam er doch nochmal rein begrüßte uns und merkte dann aber, dass
Frauchen ja gar nicht da ist! Und was so ein typischer Hütehund-Nachkomme
ist, mußte er natürlich jetzt zuerst mal auf die Suche gehen.
Groß war die Freude, als Jutta um die Ecke kam.
Drei
Straßen weiter kamen wir dann schon an einen Feldweg, der entlang eines
Altarmes der Saar führte. Dort wollte ich dann mit meiner - nein, Joachims
- Digitalkamera schöne Bilder machen. Nach zweien war dann aber
Schluß, die Akkus - die doch eigentlich aufgeladen sein sollten - waren
leer. :-( Naja, so weit ist es ja nicht und wir werden uns ja garantiert
nochmal sehen. Dann werde ich aber auf die Akkus acht geben, die kommen dann am
Tag vorher ins Ladegerät, damit ich auch viele schöne Bilder machen
kann.
Nun will ich mal immerhin die zwei zeigen, die ich noch machen
konnte: Carlos am Schnuppern und Carlos am Springen.
Unterwegs trafen wir
Angler, die sich Carlson ganz genau anschaute - "Was machen diese Leute da
nur?" schien sein Blick zu fragen. Ins Wasser selbst hat er sich nicht getraut.
Hätten wir Laila dabei gehabt, wäre die direkt hinein und er dann
wohl auch hinterher. So blieb es bei einer nassen Schnauze und nassen
Vorderzehen.
Auf dem nach Hause Weg trafen wir noch zwei Hunde, eine
kleine Griffon-Mischlingeshündin und einen Westi-Rüden. Mit der
Hündin spielte Carlson ganz begeistert, der Rüde wollte von ihm
nichts wissen, kläffte ihn an und Carli stand ganz erstaunt da. Als der
Kleine dann einen Angriff startete - zum Glück war er an der Leine und
sein Frauchen reagierte rechtzeitig - wollte Carli einfach nur nach Hause. Er
hatte mit Sicherheit auch Durst, da es ein sehr heißer Tag war.
Bevor wir aber endgültig nach Hause fuhren - Joachim wollte nicht
mehr mit ins Haus (er wußte warum! ;-) )- standen wir noch vor der
Tür, Carli tobte mit den Kindern herum und wir Frauen unterhielten uns
noch gut. Mein armer Mann stand ziemlich gelangweilt nebendran. Er hatte genug
Hund für einen Tag! Da wir ja aber abends auch noch etwas vor hatten,
musste ich mich der Vernunft beugen und wir fuhren nach Hause. Vorher aber
konnte ich Jutta davon überzeugen, dass es schön wäre,
würden wir Carli mal bei einer ZZL sehen. Wenn alles klappt, wird er im
Herbst in Limburg vorgestellt.