Aussie und Briard


Aus diesen beiden Rassen entstand der Wäller.

Zu einigen Vorwürfen diese beiden Rassen betreffend gibt es auch eine eigene Stellungnahme.

Oft werden wir gefragt, warum gerade diese beiden Rassen von Karin Wimmer-Kieckbusch ausgewählt wurden. Ich möchte hier versuchen zu erklären, aus welchen Gründen sich Frau Wimmer-Kieckbusch für diese beiden Rassen entschieden hatte:

Aussie:
Der Aussie hatte - und hat immer noch - durch seine Vermischung verschiedener Rassen, aus denen er ja auch erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist*, eine große genetische Vielfalt.
*"Den eigentlichen Durchbruch des »Australian Shepherds« datiert man erst auf die Zeit nach 1945, als sich die Hunde, die wegen einiger ihrer Vorfahren vom fünften Kontinent, »Aussies« genannt wurden, immer ähnlicher sahen." (Börner, Ulrich: Der Australian Shepherd. kierdorf-Verlag, S.60)
Die Charakterzüge beim Aussie (soziale Verträglichkeit, absolute Leichtführigkeit und Sensibilität) sind uns von Beginn an in unserer Zucht sehr wichtig. Genau das wünschen wir uns beim Wäller.
Dank ihrer hohen Intelligenz haben die Aussies eine schnelle Auffassungsgabe. Sie warten gerne auf Anweisungen ihrer Menschen, um etwas zu tun. Diesen wichtiger Punkt bei den Charaktereigenschaften der Aussies schätzen wir auch beim Wäller.
Ein Punkt war natürlich auch das Aussehen. Durch seine bunten Fellfarben ist er ein sehr schöner Hund, wobei nie einer dem anderen gleicht.
Auch seine leichte Fellpflege machte ihn zu einem passenden Partner.

Briard:
Wie ja vielen bekannt sein dürfte, hat Frau Wimmer-Kieckbusch früher Briards gezüchtet. Sie liebt das Aussehen des Briards, das Zottelige und seinen Charakter
Ihre Briards waren leistungsfähige, ausdauernde und selbstbewußte Hunde, die mitdenken. Und genau das wollte sie erhalten. Nur wurde das in der Briardzucht immer schwerer. Durch die immer wichtiger werdende Zucht auf Schönheit veränderte sich der Charakter, die Persönlichkeiten ließen immer mehr zu wünschen übrig. Dem wollte sie entgegenwirken.
Briards sind häufig ausgesprochene Persönlichkeiten, sie handeln selbständig bei ihrer Arbeit.
Der Briard hat ein langes Fell und einen guten Körperbau, was Frau Wimmer-Kieckbusch erhalten wollte.

Kreuzung beider Rassen:
Um eine Rasse gesund zu erhalten - sowohl das Wesen als auch den Körper betreffend -, ist eine Auszucht sinnvoll. Auszucht bedeutet hierbei eine Rasse einzukreuzen, die in wichtigen Punkten der "Ausgangsrasse" ähnlich ist.
In unserem Fall bedeutet das, dass wir zwei Hütehunderassen haben, die durch robuste Gesundheit, Leichterziehbarkeit und Arbeitswillen zu charakterisieren sind.
So vermeiden wir bei der Wäller-Zucht jegliche Gefahren der Inzuchtdepression, weil der Genpool durch den gleichmäßigen Anteil beider Ausgangsrassen sehr groß wird. Auch heute noch kreuzen wir diese beiden Ausgangsrassen immer wieder ein, um die genetische Vielfalt weiterhin möglichst groß zu halten.
Eigenschaften wie Lernfreudigkeit, Nervenstärke und Familientauglichkeit - die bei beiden Hütehunderassen vorhanden sind - sind wichtige Ziele in unserer Wällerzucht.
Im Wäller können alle Anlagen von Briard und Aussie vorhanden sein. Sie können eine starke Persönlichkeit haben und dennoch ständig danach trachten, es ihren Menschen recht zu machen. So findet jeder den Wäller nach seinem Geschmack.


Ich hoffe, durch diese kurze Aufzählung einige Fragen beantwortet zu haben.


Sollten Sie Briard- oder Aussie-Besitzer sein, würden wir uns freuen, wenn sie mit Ihrem Hund an unserem Zuchtprogramm teilnehmen.

Wenden Sie sich dann direkt an unsere Zuchtleitung.